|
|

Camping mit Hund

So schön wie Alle denken?

Die letzten zwei Jahre haben uns Allen gezeigt, wie wertvoll das Gefühl von Freiheit, Abenteuer, Urlaub und Genießen für uns Menschen doch eigentlich ist. Viele Menschen mussten zu Hause bleiben und der Gedanke sich einen Hund zuzulegen, verfestigte sich bei vielen. Also gesagt, getan, Familien / Paare oder Singlehaushalte wurden um eine tapsige Fellnase reicher. Doch die schönen Fernreisen, Kreuzfahrtreisen oder Spa-Urlaube sind mit einem Hund schwer oder kaum realisierbar – der Wunsch nach einem tollen Urlaub bleibt dennoch bestehen. Man blickt also über den eigenen Tellerrand, und vielleicht ging es Ihnen genauso wie uns. Plötzlich war jedes zweite Fahrzeug, das einem begegnete, ein Van, ein Wohnmobil, ein selbst ausgebauter Bus, oder man sichtete zig Wohnwagen auf der Straße…

Wir haben Constanze und Andi von Bavarian Trailhunt, Travel Blogger und Gründer des German Camper Festival, nach ihren Erfahrungen, sowie Tips und Tricks rund um das Thema “Camping mit Hund” gefragt und danach, was auf dem Weg zu einem spannenden und entspannten Campingurlaub mit dem Lieblingsvierbeiner alles zu beachten ist. 

Camping mit Hund - Camping vs. Roadtrip

Klassiches Camping vs. Roadtrips

Die Campingbranche boomt und boomt, wohl nicht erst seit der Pandemie, aber die Branche hat definitiv einen großen Zuwachs erfahren. Und wir können jetzt schon sagen, bevor Sie weiterlesen, Camping mit Hund ist eine unglaublich schöne und besondere Art, Urlaub auf Reisen zu verbringen. Wir, das sind mein Mann Andi, unser Leonberger Rüde Franz sowie unser kleiner Chavalier King Charles Edward. Wir genießen unsere Fahrten mit unserem gelben Jeep und einem Airstream (ein amerikanischer Wohnwagen, der uns ein fantastisches Wohngefühl beschert).

Wie die meisten Camping-Fans können auch wir uns es nicht vorstellen, ohne unsere geliebten Vierbeiner zu reisen. Camping mit Hund ist für uns die ideale Art, Urlaub zu machen. Wir sind aber keine typischen Camper, die von zu Hause aus 8-10 h zu einem Campingplatz fahren und dort zwei Wochen verweilen. Wir lieben Roadtrips und sind während unserer langen Reise (wie letztes Jahr durch Skandinavien) nie länger als 2-3 Nächte an einem Platz. Für uns ist das die beste Art zu reisen. Und das funktioniert wunderbar mit Hund! Man muss sich nur trauen, ein wenig planen und organisieren, und dann einfach machen.

Erst einmal ein Wohnmobil mieten

Spielen Sie also mit dem Gedanken, mal einen Campingurlaub mit Ihrer Fellnase auszuprobieren, empfiehlt es sich, erstmal ein Wohnmobil oder einen Kastenwagen zu mieten. Egal ob Kastenwagen, Campingbus oder klassisches Wohnmobil, achtet darauf, ob das Mitnehmen des Hundes im Mietwohnmobil ausdrücklich erlaubt ist und fragt im Zweifel direkt beim Anbieter nach. 

Camping mit Hund - Erst einmal Wohnmobil mieten
Camping mit Hund - Versicherung und Selbstbeteiligung

Versicherung und Selbstbeteiligung prüfen

Da ein Hund im Wohnmobil für mehr Schmutz und Abnutzung sorgen kann (und definitiv wird) und auch das Risiko einer Beschädigung der Innenausstattung höher ist, erlauben nicht alle Anbieter das Mitreisen von Hunden im Mietwohnmobil. Manche erlauben es gegen eine zusätzliche Gebühr, höhere Kaution oder Selbstbeteiligung, um die Kosten für durch den Hund verursachte Schäden oder Verschmutzungen abzudecken.

Je nach Angebot kann hier eine Zusatzversicherung nützlich sein, die etwa für Schäden an der Innenausstattung aufkommt. Diese sind oft nicht durch die Vollkaskoversicherung abgedeckt. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner genügend Platz zum Liegen im Innenraum hat. Unser großer Wohnwagen hat also hier schon seine Berechtigung. Wenn Franz sich im Airstream ausstreckt, was er zu gerne macht, dann liegen da erstmal 60kg auf dem Boden.

Unsere Hunde lieben es…

In erster Linie muss man natürlich abklären, ob die Fellnase die Fahrt mit dem rollenden Heim verträgt. Jeder Hund hat seine ganz eigenen individuellen Bedürfnisse. Unser kleiner Edward zum Beispiel schläft und schnarcht während der Fahrt und ist (meistens) ausgeruht, wenn wir nach 3-4h am nächsten Ziel ankommen. Unser Leonberger ist zwar entspannt, aber stets in der Beobachtungshaltung.

Camping mit Hund - unsere Hunde lieben es
Camping mit Hund - Auf die Bedürfnisse des Hundes achten

Ausrichten des Roadtrips auf die Bedürfnisse des Hundes

Freunde von uns lieben diese Art von Reisen ebenso. Allerdings reisten sie bisher ohne Hund (das ändert sich aber in einigen Wochen). Wenn wir manchmal gemeinsam am Lagerfeuer saßen und uns über verschiedene Roadtrips unterhielten, erzählten sie oft von „wir fuhren die ganze Nacht durch“ oder „es gab Tage, wo wir 10h am Stück fuhren, damit wir schnell am nächsten Ziel sind“.

Verwerfen Sie diesen Gedanken, dass das möglich ist mit Hund. Lange, Non-Stopp-Fahrten bekommen weder Zweibeinern noch Vierbeinern. Aber schließlich ist ja gerade das das Schöne am Camping-Leben: Der Weg ist das Ziel! Wir fahren so lange, wie wir können und wollen. Manchmal sind es nur wenige Kilometer, manchmal auch 300 bis 400 Kilometer. Selten mehr! Und je länger die Strecke, umso wichtiger ist es, dass sich unsere Hunde zuvor richtig auspowern, indem wir vor Fahrtantritt einen richtig langen Spaziergang unternehmen.

Planung & die nötige Ausrüstung ist das A und O

Es gibt kein spezielles Land, welches sich ganz besonders für das Camping mit Hund eignet. Überall gibt es Feriendomizile, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Reisenden mit Vierbeinern eingestellt haben. So verfügen manche Campingplätze über Hundestrände oder auch spezielle Bereiche, wo sich Hundebesitzer treffen und austauschen können, während ihre Lieblinge miteinander toben.

Aber es gibt natürlich auch Negativbeispiele, wo man in die letzte Ecke des Campingplatzes verbannt wird oder man für den Hund pro Nacht fast genau so viel bezahlt, wie für sich selbst. All das haben wir auch schon erlebt. Zum Glück gibt es schon tolle Bewertungsportale, damit man sich im Vorfeld bereits informieren kann (und auch sollte).

Camping mit Hund - Planung und Ausrüstung sind das A und O
Camping mit Hund - Warum Wetterberichte auf Reisen wichtig sind

Wetterberichte sind wichtig

Je nach Urlaubsland sollten Sie Ihre Fahrten den Temperaturen anpassen. Während unseres Roadtrips durch Skandinavien hatten wir jegliche Wetterlagen mit im Gepäck. Von 30 Grad an einem Fjord bis hin zu 0 Grad am Nordkap. Nicht jeder Hund verträgt Kälte oder auch Hitze. Sie kennen Ihre Fellnasen am Besten. Passen Sie sich den Gegebenheiten an.

War es mal extrem heiß, fuhren wir lieber in den frühen Morgenstunden. Pausen sollte man genügend einplanen. Und was wir definitiv empfehlen können, ist die Anschaffung einer Hunderampe! Für unseren Leonberger ein absolutes Must-have, damit er bequem ein- und aussteigen kann, ohne jedes Mal seine Gelenke stark zu belasten.

Reiseziele und Einreisebestimmungen

Wichtig ist bei Campingreisen außerdem zu überlegen, wann die Reise losgehen soll und wohin die Fahrt führt. Reine Städtetouren sind für Hunde – und somit letztendlich auch für deren Besitzer – anstrengend. Für uns gehen die Hunde vor, und somit liegt unser Schwerpunkt dann eher auf der Natur statt der Kultur.

Ganz wichtige Aspekte sind die jeweiligen Einreisebestimmungen. Wichtig ist, sich lange genug vorher ausführlichst zu informieren. Unser Motto hierbei ist: Wer uns mit Hund nicht haben will, den bereisen wir auch nicht! Unser Traum war es immer nach Island zu reisen. Doch hier müssen die Hunde bei Einreise erstmal in Quarantäne – ohne Besitzer. So groß der Traum zwar war, aber dieser ist geplatzt und das ist völlig in Ordnung.

Camping mit Hund - Reiseziele und Einreisebestimmungen
Camping mit Hund - Was es zu beachten gilt

Don’t forget

Vergessen Sie nicht den EU-Heimtierausweis ihres Hundes nicht und achten Sie darauf, dass alle vorgeschriebenen Impfungen eingetragen sind. Besonders für die nördlichen Länder ist das sehr wichtig. Lassen Sie sich auch vor der Reise von ihrem Tierarzt beraten. Nehmen Sie eine Notfall-Apotheke mit. Es ist beruhigend zu wissen, wenn man einiges schon dabei hat.

Ferner sollte dafür Sorge getragen werden, dass alles an Bord ist, was „Hund“ braucht. Nehmen Sie genügend Hundefutter von zu Hause mit. Nicht lachen – aber für die zweimonatige Skandinavien-Tour hatten wir das komplette Hundefutter, abgewogen und vorbreitet, mit dabei. Vergessen Sie nie, dass das Campen für den Hund auch anstrengend ist. Gewohnte Sachen wie das Futter, die geliebte Hundedecke oder das Spielzeug sind essenziell für das Wohlbefinden des Hundes.

Alltagsroutine im Urlaub

Auch eine gewisse Alltagsroutine während des Campingurlaubes ist wichtig. Was meine ich damit? So wie Sie es von zu Hause auch kennen. Aufstehen, kleiner oder großer Spaziergang, kleines Frühstück, ruhen, auf Entdeckung gehen, etc.! Auch wenn wir irgendwo auf dieser Welt sind, versuchen wir diese Routine im Reisealltag beizubehalten. Und das klappt hervorragend.

Wenn Sie einige Dinge beachten und den Camping-Urlaub im Vorfeld gut planen, wird der Campingurlaub mit Ihrem Hund mit Sicherheit zu einem wunderbaren und unvergesslichen Erlebnis. Für uns gibt es keine bessere Art zu reisen.

Wenn Sie uns kennenlernen wollen, mehr von unseren Reisen erfahren möchten, schauen sie doch gleich mal auf Instagram (Bavarian Trail Hunt) oder unserer Website vorbei.

Ihre

Constanze mit Andi & Franz und Edward

Camping mit Hund - Alltagsroutine im Urlaub

Was können wir besser machen?

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns kurz anonym Ihre Meinung mitteilen und unsere Fragen beantworten würden und hoffen, dass Sie mit uns und unseren Produkten zufrieden sind.Lassen Sie uns gerne eine Bewertung auf Google da oder auf Trustpilot! Wie sind Sie auf die Marke Traumhund® und unsere Produkte aufmerksam geworden? Was hat Sie letztendlich zu einem Kauf bewogen?
Ridgeback auf Hundematte am See

Jetzt Newsletter abonnieren

Bettenhaus Traumhund®

Jetzt noch den Traumhund-Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen.

Unser Weihnachtself Sky hilft beim Packen und wünscht

FROHE WEIHNACHTEN

Ihr Traumhund-Team